Kino Scala Büllingen

Jugendschutz

JUGENDSCHUTZ

Jugendschutzbestimmungen und FSK-Freigaben

Bitte beachten Sie die Altersfreigaben (FSK) der Filme. Wir sind verpflichtet, die Einhaltung dieser Freigaben zu kontrollieren.
Filme mit einer Altersfreigabe von 12 Jahren können auch von Kindern ab sechs Jahren in Begleitung mindestens eines Elternteils (nicht jedoch z.B. Bruder, Nachbar, ...) besucht werden. Bei allen anderen Altersfreigaben kann auch die Anwesenheit oder Zustimmung eines Erziehungsberechtigten diese Bestimmungen nicht außer Kraft setzen.

Laut Jugendschutzgesetz dürfen sich Kinder und Jugendliche unter
- 14 Jahren bis 20.00 Uhr
- 16 Jahren bis 22.00 Uhr
- 18 Jahren bis 24.00 Uhr
im Kino aufhalten.
Diese Bestimmung wird jedoch durch die Anwesenheit eines Erziehungsberechtigten außer Kraft gesetzt.

 

Die Altersfreigaben im Detail:

"Freigegeben ohne Altersbeschränkung"
Kleinkinder erleben filmische Darstellungen unmittelbar und spontan. Ihre Wahrnehmung ist vorwiegend episodisch ausgerichtet, kognitive und strukturierende Fähigkeiten sind noch kaum ausgebildet. Schon dunkle Szenarien, schnelle Schnittfolgen oder eine laut bedrohliche Geräuschkulisse können Ängste mobilisieren oder zu Irritationen führen. Kinder bis 6 Jahre identifizieren sich vollständig mit der Spielhandlung und den Filmfiguren. Vor allem bei Bedrohungssituationen findet eine direkte Übertragung statt. Gewaltaktionen, aber auch Verfolgungen oder Beziehungskonflikte lösen Ängste aus, die nicht selbständig und alleine abgebaut werden können. Eine schnelle und positive Auflösung problematischer Situationen ist daher sehr wichtig.

"Freigegeben ab 6 Jahren"
Ab 6 Jahren entwickeln Kinder zunehmend die Fähigkeit zu kognitiver Verarbeitung von Sinneseindrücken. Allerdings sind bei den 6- bis 11-jährigen beträchtliche Unterschiede in der Entwicklung zu berücksichtigen. Etwa mit dem 9. Lebensjahr beginnen Kinder, fiktionale und reale Geschichten unterscheiden zu können. Eine distanzierende Wahrnehmung wird damit möglich. Bei jüngeren Kindern steht hingegen noch immer die emotionale, episodische Impression im Vordergrund. Ein 6-jähriges Kind taucht noch ganz in die Filmhandlung ein, leidet und fürchtet mit den Identifikationsfiguren. Spannungs- und Bedrohungsmomente können zwar schon verkraftet werden, dürfen aber weder zu lang anhalten noch zu nachhaltig wirken. Eine positive Auflösung von Konfliktsituationen ist auch hier maßgebend.

"Freigegeben ab 12 Jahren"
Bei Jugendlichen dieser Altersgruppe ist die Fähigkeit zu distanzierter Wahrnehmung und rationaler Verarbeitung bereits ausgebildet. Erste Genre-Kenntnisse sind vorhanden. Eine höhere Erregungsintensität, wie sie in Thrillern oder Science-Fiction-Filmen üblich ist, wird verkraftet. Problematisch ist dagegen zum Beispiel die Bilderflut harter, gewaltbezogener Action-Filme, die zumeist noch nicht selbständig verarbeitet werden kann. 12- bis 15-jährige befinden sich in der Pubertät, einer schwierigen Entwicklungsphase der Selbstfindung, die mit großer Unsicherheit und Verletzbarkeit verbunden ist. Insbesondere Filme, die zur Identifikation mit einem "Helden" einladen, dessen Rollenmuster durch antisoziales, destruktives oder gewalttätiges Verhalten geprägt ist, bieten ein Gefährdungspotential. Die Auseinandersetzung mit Filmen, die gesellschaftliche Themen seriös problematisieren, ist dieser Altersgruppe durchaus zumutbar und für ihre Meinungs- und Bewusstseinsbildung bedeutsam.

"Freigegeben ab 16 Jahren"
Bei 16- bis 18-jährigen kann von einer entwickelten Medienkompetenz ausgegangen werden. Problematisch bleibt die Vermittlung sozial schädigender Botschaften. Nicht freigegeben werden Filme, die Gewalt tendenziell verherrlichen, einem partnerschaftlichen Rollenverhältnis der Geschlechter entgegenstehen, einzelne Gruppen diskriminieren oder Sexualität auf ein reines Instrumentarium der Triebbefriedigung reduzieren. Auch die Werteorientierung in Bereichen wie Drogenkonsum, politischer Radikalismus oder Ausländerfeindlichkeit wird mit besonderer Sensibilität geprüft.

"Keine Jugendfreigabe"
Das bisherige „höchste“ Kennzeichen „Nicht freigegeben unter 18 Jahren“ heißt im jetzt geltenden Jugendschutzgesetz „Keine Jugendfreigabe“. Dieses Kennzeichen wird vergeben, wenn die Grenzen der Grundsätze der FSK eingehalten sind und keine einfache bzw. schwere Jugendgefährdung vorliegt. Nach § 14 Abs. 3 u. 4 des Jugendschutzgesetzes erfolgt für Videos die Vergabe des Kennzeichnens „Keine Jugendfreigabe“, wenn keine einfache Jugendgefährdung vorliegt; für die öffentliche Filmvorführung, wenn der Film nicht schwer jugendgefährdend ist. So gekennzeichnete Filme, Videos und DVDs können von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM) nicht indiziert werden.

Quelle: Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft - FSK über SPIO e.V.
www.fsk-online.de